SPIEGEL Online: Frauen in Führungspositionen

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  1. Deutschland liegt beim Anteil weiblicher Vorstände EU-weit nur auf Platz 24. Laut einer Studie dürfte es mehr als 30 Jahre dauern, bis das Ziel paritätisch besetzter Vorstände erreicht ist.
  2. Bei der Beteiligung von Frauen ist die Bundesagentur für Arbeit anderen Behörden nach SPIEGEL-Informationen bald weit voraus - zumindest was den Verwaltungsrat betrifft.
  3. Die Bundesregierung will die Gleichstellung in Staatsunternehmen voranbringen - stößt aber auf Widerstand der Deutschen Bahn. Die männlichen Bosse warnen vor "erheblichen negativen Auswirkungen".
  4. Im Ausland werden die Vorstände börsennotierter Unternehmen immer weiblicher. Nirgendwo aber sind so wenige Frauen in Führungspositionen wie in Deutschlands Großkonzernen - und ihre Zahl sinkt sogar.
  5. Für Aufsichtsräte oder Vorstände gibt es kein Recht auf Elternzeit. Ihnen bleibt oft nur die Wahl, das Amt abzugeben, wenn sie eine Babypause einlegen wollen. Nun beschäftigt das Thema den Bundestag.
  6. Frauen in der Führungsetage? Bei öffentlichen Unternehmen so selten wie in der Privatwirtschaft. Eine neue Studie zeigt: Etliche planen sogar weiterhin mit einem potenziell frauenfreien Topmanagement.
  7. Die Wissenschaftlerin Bettina Al-Sadik-Lowinski hat 110 Managerinnen aus fünf Ländern befragt: Warum schafften sie es an die Spitze?
  8. In den Spitzen der Dax-Konzerne ist nur jedes siebte Vorstandsmitglied weiblich. Kaum anders sieht es in Krankenhäusern, Stadtwerken und kommunalen Firmen aus. Die geringsten Chancen bietet die westdeutsche Provinz.
  9. Familienministerin Giffey will mehr Frauen in Vorständen von börsennotierten Firmen ab 2021 vorschreiben, stößt im Kabinett aber auf Widerstand. Für die geplante Quote in der CDU fand sie lobende Worte.
  10. Noch immer sind in den Vorständen deutscher Dax-Unternehmen Frauen stark unterrepräsentiert. Frauenministerin Giffey fordert auch hier eine Quote wie in einigen Aufsichtsräten. Die scheint zu wirken.