SPIEGEL Online: Frauen in Führungspositionen

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  1. In den Spitzen der Dax-Konzerne ist nur jedes siebte Vorstandsmitglied weiblich. Kaum anders sieht es in Krankenhäusern, Stadtwerken und kommunalen Firmen aus. Die geringsten Chancen bietet die westdeutsche Provinz.
  2. Familienministerin Giffey will mehr Frauen in Vorständen von börsennotierten Firmen ab 2021 vorschreiben, stößt im Kabinett aber auf Widerstand. Für die geplante Quote in der CDU fand sie lobende Worte.
  3. Noch immer sind in den Vorständen deutscher Dax-Unternehmen Frauen stark unterrepräsentiert. Frauenministerin Giffey fordert auch hier eine Quote wie in einigen Aufsichtsräten. Die scheint zu wirken.
  4. 71 der 100 größten deutschen Familienunternehmen werden von Männern geleitet. In Firmen, die in Familienbesitz sind, spielen Frauen kaum eine Rolle, zeigt eine Studie - selbst Töchter kommen nicht zum Zug.
  5. Was tun, wenn der Chef ins Team zurückversetzt wird und man selbst die Teamleitung bekommt? Karrierecoachin Carmen Michaelis weiß Rat für die heikle Situation.
  6. Deutschland hat die schwächsten Vorgaben in Europa zur Frauenquote, zeigt eine gewerkschaftsnahe Studie. Allerdings gibt es 21 Länder, die gar keine bindenden Vorgaben haben.
  7. Die Zusammensetzung eines Vorstands hat laut einer Studie einen signifikanten Einfluss auf den Erfolg einer Firma. Die besten Entscheidungen treffen Führungsteams, in denen Männer und Frauen vertreten sind.
  8. In den Vorständen deutscher Firmen sitzen kaum Frauen - und deshalb fehle "eine Instanz für Zweifel", sagt die neue Wirtschaftsweise Monika Schnitzer. Männer unter sich einigten sich leichter auf "eine genehme Sicht der Dinge".
  9. Barbara Lutz, Erfinderin des Frauen-Karriere-Index, über Fortschritte bei der Gender-Gerechtigkeit, die geplante Quote für Vorstände und warum sie die Debatte über Vereinbarkeit für eine Sackgasse hält.
  10. Eine Studie zeigt, dass viele Chefs mit ihrer Rolle hadern und darunter leiden. Besonders drei Faktoren erweisen sich als "Führungsgift".